Diskussion über „Sitzenbleiben“ – GRÜNE kritisieren Griff in die Mottenkiste der pädagogischen Strafmaßnahmen durch Sachsens Kultusministerium

Dresden. Auf die Äußerungen aus dem sächsischen Kultusministerium, dass Sachsen am "Sitzenbleiben" von Schülern festhalte, reagiert Claudia Maicher, Landesvorsitzende von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN in Sachsen, empört:

"Es ist zynisch das Wiederholen einer Klassenstufe als ‚heilsamen Schock‘ für Schüler zu bezeichnen. Das ist ein Griff in die Mottenkiste der pädagogischen Strafmaßnahmen und nicht Aufgabe moderner Schulen."

Ein Sprecher des CDU-geführten Kultusministeriums hatte laut heutigen Berichten so begründet, warum Sachsen am Wiederholen einer Klassenstufe festhalte.

"Gute Bildungspolitik stellt ordentliche Lernbedingungen bereit. Sie ist nicht dafür da, Schülern mit schlechteren Zensuren zu zeigen, dass es ’so nicht weitergehen könne‘, wie es aus dem Ministerium heißt. Sitzenbleiben bestraft Kinder und ermöglicht persönliche Lernerfolge eben nicht", stellt Maicher klar.

Das Kultusministerium wolle mit diesem Thema offensichtlich von Lehrermangel und rekordverdächtigem Unterrichtsausfall ablenken, vermutet Maicher:

"Die GRÜNEN in Sachsen setzen demgegenüber auf die individuelle Förderung von Schülerinnen und Schülern in Fächern, in denen sie Lernschwächen aufweisen. So werden Lernerfolge gezielt und bleibend erreicht. Das geht aber nicht mit immer größeren Klassen und einer zunehmend belasteten Lehrerschaft wie in Sachsen", so die GRÜNEN-Landesvorsitzende.

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN in Sachsen begrüßen die Absicht der neuen rot-grünen Landesregierung in Niedersachsen, das Sitzenbleiben abzuschaffen.


Pressemitteilung 2013-15 vom 18.02.2013

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