Braune Spree: Bedrohung für Natur und Tourismus – GRÜNE fordern schnelles Einschreiten

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN in Sachsen haben auf ihrem Landesparteitag am Wochenende in Chemnitz schnelle Maßnahmen gegen die Verockerung der Spree gefordert. Eisenhydroxid und Sulfat, das aus den Braunkohletagebauen in Ostsachsen in die Flüsse gespült wird, vernichtet die sensiblen Lebensräume für Flora und Fauna entlang der Gewässer. Wenn dieser Entwicklung nicht Einhalt geboten wird, ist mit der ökologischen Verödung großer Teile der Spree und des Spreewaldes zu rechnen.
Volkmar Zschocke, Landesvorsitzender von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN in Sachsen fürchtet um die natürlichen Lebensgrundlagen in der Region Ostsachsen und um tausende Arbeitsplätze: "Niemand weiß, welches Ausmaß die Vergiftung noch annimmt. Durch den Anstieg des Grundwassers in den stillgelegten Braunkohletagebauen wird noch über lange Zeit Säure, Eisenoxid sowie Sulfat in die Flüsse geleitet.  Das ausgeschwemmte Eisenoxid setzt sich ab. Dabei gehen viele Kleinlebewesen zugrunde – die Kiemen der Fische werden verstopft, Nahrungsketten brechen zusammen. Dem Spreewald droht eine regelrechte ökologische Katastrophe mit dramatischen wirtschaftlichen Schäden für die Spreewaldfischerei, Teichwirtschaft und den Tourismus."
Die Schuld, so Zschocke, liege bei CDU, FDP und SPD: "Sie steuern seit Jahrzehnten im Bündnis mit der Kohlelobby systematisch in diese Krise. Die Bergbaubetreiber müssen sofort zur Rücklagenbildung für die ökologischen Folgekosten gesetzlich verpflichtet werden! In einem ersten Schritt ist die Dauerbefreiung des Braunkohlebergbaues von der Entrichtung des Wasserentnahmeentgeltes schnellstmöglich abzuschaffen. Die Einnahmen müssen für die Verbesserung der durch den Braunkohlebergbau geschädigten Gewässer verwendet werden. Die GRÜNE, nachhaltige Lösung für die Energieversorgung heißt: erneuerbar, dezentral und in Bürgerhand!"
*** Der Beschluss des Landesparteitages um Download.

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