Das Ehegattensplitting geht an der Realität in Sachsen vorbei

Berlin/Dresden. Zur Diskussion über die GRÜNEN Steuerkonzepte und die Abschaffung des Ehegattensplittings erklärt Stephan Kühn, sächsischer Bundestagsabgeordneter von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN:
„Das Ehegattensplitting geht an den Lebensverhältnissen der vieler Familien in Sachsen vorbei. Die Zahl der so genannten traditionellen Familien im Freistaat sinkt stetig. Ehepaare mit Kindern stellen schon lange nicht die einzige Familienform dar. Laut Statistischem Landesamt ist in Sachsen die Zahl der traditionellen Familien in den Jahren von 2000 bis 2011 um 38,7 Prozent gesunken, während die Zahl der nichtehelichen Lebensgemeinschaften um 18,7 Prozent gestiegen ist."
"Wir wollen das Ehegattensplitting abschmelzen, weil es frauen- und familienpolitisch falsche Anreize setzt. Das Splitting bevorzugt das Lebensmodell des Alleinverdieners auf Kosten der restlichen Steuerzahler und entmutigt Frauen eine Erwerbsarbeit aufzunehmen. Vom Splitting profitieren nur Ehen, bei der die beiden Partner sehr ungleich verdienen.
Mit dem schrittweisen Abschmelzen des Ehegattensplittings wollen wir alle Familienformen gleichstellen und alle, die weniger als 60.000 Euro im Jahr verdienen, entlasten. Wer also behauptet, wir würden den Normalverdiener belastet, verwechselt die obersten zehn Prozent unserer Gesellschaft mit der breiten Mittelschicht."
"Eine Reform des Ehegattensplittings würde Mittel freisetzen, die wir in den Ausbau von Kitas, Ganztagsschulen oder in die Kindergrundsicherung investieren wollen. Das Geld muss endlich den Kindern zu Gute kommen und nicht den Ehen ohne Kinder."
Pressemitteilung 2013-36 vom 1. Mai 2013

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