Tillich spricht im Bundestag nur vom Wetter aber nicht vom Klima

Zur Rede des sächsischen Ministerpräsidenten Stanislaw Tillich zum Fonds für Flutgeschädigte im Deutschen Bundestag, erklärt der sächsische Bundestagsabgeordnete Stephan Kühn:
„Ich schließe mich der Anerkennung und dem Dank, den Ministerpräsident Tillich den vielen ehrenamtlichen und freiwilligen Helferinnen und Helfern, den Hilfsorganisationen und der Bundeswehr ausgesprochen hat, ausdrücklich an.
Allerdings hätte ich erwartet, dass Tillich seine 10-minütige Rede im Deutschen Bundestag nutzt, um zu erklären, welche Lehren aus der Flut insbesondere in Sachsen gezogen werden sollen. Außer Wiederholungen – ‚Wir werden den Wiederaufbau nicht stupide vollziehen‘ – und Allgemeinplätzen kein Wort dazu.
Mehrere Rednerinnen und Redner haben in der Debatte darauf hingewiesen, dass seit der Flut 2002 in Sachsen weniger als ein Prozent der Mittel für den ökologischen Hochwasserschutz ausgegeben und erst 111 Hektar der ursprünglich geplanten 7.500 Hektar Überschwemmungsflächen geschaffen worden sind. Tillich hätte erklären müssen, welche Rolle dem ökologischen Hochwasserschutz in Sachsen künftig eingeräumt wird. Keine Silbe dazu in seiner Rede.
Der Klimawandel bewirkt immer mehr Starkregenfälle, die die versiegelten Böden nicht mehr aufnehmen können und die kanalisierten und eingedeichten Flüsse immer schneller in die bebauten Flussauen transportieren. In keinem Satz hat Tillich den Klimaschutz als zentrale Herausforderung für die Zukunft angesprochen. Ich befürchte, dass Tillich weiter nur vom Wetter und nicht vom Klima spricht und ambitionierter Klimaschutz in Sachsen weiterhin nicht stattfindet.“

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