»Die Ehe entspricht dem Willen Gottes«


Landesbischof Jochen Bohl betont im Streit um ein EKD-Papier das Leitbild Ehe.

Landesbischof Bohl: »Ich bin sehr dankbar, dass diese beiden Mitarbeiter ihre Meinungen soweit erklärt haben, dass wir wieder zusammenarbeiten können.«

Landesbischof Bohl: »Ich bin sehr dankbar, dass diese beiden Mitarbeiter ihre Meinungen soweit erklärt haben, dass wir wieder zusammenarbeiten können.«

In die Debatte um den Kurswechsel der EKD beim Leitbild Ehe hat sich auch Sachsens Landesbischof Jochen Bohl eingebracht. Angesichts der wachsenden Zahl an vielfältigen Formen von Partnerschaften sei es »offenkundig, dass der Familienbegriff nicht länger ausschließlich auf verheiratete Paare bezogen werden kann«, sagte er anlässlich des 20-jährigen Bestehens der Evangelischen Aktionsgemeinschaft für Familienfragen in Dresden.

Während die EKD in ihrer Orientierungshilfe statt dem alleinigen Leitbild Ehe Werte wie Verlässlichkeit, Gerechtigkeit und Verbindlichkeit als Prüfsteine für Partnerschaften ins Zentrum stellt, betont der stellvertretende EKD-Ratsvorsitzende Bohl: Die evangelische Kirche sehe »in Ehe und Familie die grundlegende und exemplarische Form des Zusammenlebens«, für das man werben solle.

Angesichts des Leidens an zerbrechenden Beziehungen und der Ökonomisierung des Lebens sieht es Jochen Bohl als eine Aufgabe der Kirche an, Familien zu unterstützen und für sie offen zu sein. »Wir setzen uns als Kirche dafür ein, dass die Ehe als die verbindliche Grundlage der Familie weiterhin einen besonderen Schutz in unserer Gesellschaft genießt.« Und er ergänzt: »Wir tun das, weil wir davon überzeugt sind, dass die Ehe als Leitbild dem Willen Gottes für das Zusammenleben von Mann und Frau entspricht.«

Zwar gebe es zweifellos auch gleichgeschlechtliche Partnerschaften, in denen Menschen »verlässlich und verbindlich füreinander einstehen, und eine solche Haltung verdient uneingeschränkten Respekt«, sagte der Bischof weiter. Doch nur die Verbindung von Mann und Frau eröffne die Möglichkeit zur Fortpflanzung. Auch wenn sich das Bild von Ehe seit Abraham wandelte: »Die Bibel denkt die Ehe nicht ohne die Bedeutung der Weitergabe des Lebens«, so Bohl.

Andreas Roth

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