Das Wohnrecht im Reich Gottes

wzw_2013_28

So seid ihr nun nicht mehr Gäste und Fremdlinge, sondern Mitbürger der Heiligen und Gottes Hausgenossen. Epheser 2, Vers 19

Gar nicht so selten sagen wir mit einer Negation, was wir eigentlich positiv meinen. So klären wir die Frage, wer wir sind, leichter, wenn wir zuerst feststellen, wer wir nicht sind. Der Verfasser des Epheserbriefes schreibt seiner christlichen Leserschaft: »Fremdlinge und Gäste seid ihr nicht mehr.« Positiv und auch für heute formuliert: Es spielt keine Rolle, aus welchem Volk, aus welcher Kultur oder Tradition wir kommen. Wer den Lebensweg geht, den Jesus Christus zu Gott gebahnt hat, gewinnt damit Bürgerrecht im Reich Gottes.

Jeder, der sich in Gottes Gemeinschaft einbringt und so zur Gemeinde Gottes gehört, gewinnt Wohnrecht in dem Haus, in dem der himmlische Vater von Jesus Christus der Herr ist. Das feste Fundament aber, auf dem alles gebaut ist, besteht wesentlich aus den Geboten Gottes, den Worten der Propheten, dem Lebenswerk von Jesus und dem Zeugnis der Apostel.

Für mich ist das Epheserbriefwort eine Zusage und ein Auftrag: Ich gehöre dazu! Wie in einer großen Familie habe ich Rechte und muss Pflichten wahrnehmen. Ich bin eingebunden in den Haushalt Gottes, bekomme nicht die Sonderbehandlung des Gastes, stehe aber auch nicht als Fremde draußen.

Als ausgegrenztes DDR-Kind war das Erleben von Kirchgemeinde damals für mich überlebensnotwendig. Hier dazuzugehören und angenommen zu sein, das war wie Nachhausekommen aus Feindesland. Nach dem Mauerfall hatte ich Gelegenheit, Ostern in Uganda zu feiern. Im Gottesdienst wurde viel gesungen. Die Menschen bewegten sich zur Musik, tanzten und trugen Lebensmittel zum Segnen zum Altar. Obwohl ich eigentlich nur Gast war, spürte ich, dass ich auch hier zu Hause sein konnte, in der bunten Gemeinde der Kinder Gottes.

Caritas Führer ist Schriftstellerin und Referentin und lebt derzeit in Rochlitz.

Den ganzen Beitrag lesen auf: ⇒ DER SONNTAG [Sachsen]

Das Wohnrecht im Reich Gottes

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So seid ihr nun nicht mehr Gäste und Fremdlinge, sondern Mitbürger der Heiligen und Gottes Hausgenossen. Epheser 2, Vers 19

Gar nicht so selten sagen wir mit einer Negation, was wir eigentlich positiv meinen. So klären wir die Frage, wer wir sind, leichter, wenn wir zuerst feststellen, wer wir nicht sind. Der Verfasser des Epheserbriefes schreibt seiner christlichen Leserschaft: »Fremdlinge und Gäste seid ihr nicht mehr.« Positiv und auch für heute formuliert: Es spielt keine Rolle, aus welchem Volk, aus welcher Kultur oder Tradition wir kommen. Wer den Lebensweg geht, den Jesus Christus zu Gott gebahnt hat, gewinnt damit Bürgerrecht im Reich Gottes.

Jeder, der sich in Gottes Gemeinschaft einbringt und so zur Gemeinde Gottes gehört, gewinnt Wohnrecht in dem Haus, in dem der himmlische Vater von Jesus Christus der Herr ist. Das feste Fundament aber, auf dem alles gebaut ist, besteht wesentlich aus den Geboten Gottes, den Worten der Propheten, dem Lebenswerk von Jesus und dem Zeugnis der Apostel.

Für mich ist das Epheserbriefwort eine Zusage und ein Auftrag: Ich gehöre dazu! Wie in einer großen Familie habe ich Rechte und muss Pflichten wahrnehmen. Ich bin eingebunden in den Haushalt Gottes, bekomme nicht die Sonderbehandlung des Gastes, stehe aber auch nicht als Fremde draußen.

Als ausgegrenztes DDR-Kind war das Erleben von Kirchgemeinde damals für mich überlebensnotwendig. Hier dazuzugehören und angenommen zu sein, das war wie Nachhausekommen aus Feindesland. Nach dem Mauerfall hatte ich Gelegenheit, Ostern in Uganda zu feiern. Im Gottesdienst wurde viel gesungen. Die Menschen bewegten sich zur Musik, tanzten und trugen Lebensmittel zum Segnen zum Altar. Obwohl ich eigentlich nur Gast war, spürte ich, dass ich auch hier zu Hause sein konnte, in der bunten Gemeinde der Kinder Gottes.

Caritas Führer ist Schriftstellerin und Referentin und lebt derzeit in Rochlitz.

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