Mindestlöhne im Baugewerbe – GRÜNE: Kein Respekt vor der Tarifautonomie: Raus halten, Herr Morlok!

Dresden. Als billigen Wahlkampfpopulismus entlarvt Petra Zais, Kandidatin von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN in Sachsen für die Bundestagswahl das öffentliche Gemecker von Staatsminister Morlok zum Mindestlohn-Tarifvertrag für das Bauhauptgewerbe:

"In seinem Kampf gegen faire Löhne respektiert Minister Morlok nicht einmal mehr die Tarifautonomie von Arbeitgebern und Arbeitnehmern. Seine Ablehnung des neuen Tarifvertrages des Bauhauptgewerbes wurzelt in der schwarz-gelben Niedriglohnstrategie für Sachsen. Besonders unverschämt ist es, dass er von den Tarifpartnern verlangt, diese Niedriglöhne auch auf westdeutschen Baustellen zu zahlen. Im Westen will er fair bezahlte Arbeit durch sächsische Billiglöhne verdrängen. Damit will Morlok de facto die Lohnungleichheit zwischen Ost und West zementieren."

Im Baugewerbe gilt bereits ein Mindestlohn. Der Tarifvertrag sieht für die Lohngruppe 1 ab dem Jahr 2017 einen gleichen Mindestlohn in Ost und West vor. In der von Morlok kritisierten Tarifgruppe 2 wird dieser Mindestlohn im Osten jedoch nicht gezahlt.

"Das Ganze ist nur billiger FDP-Wahlkampfpopulismus, denn einen tatsächlichen Einfluss auf den Tarifabschluss hat Minister Morlok zum Glück nicht", kritisiert Zais.

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN setzen sich für eine Stärkung des Tarifvertragssystems ein. Tarifflucht soll so bekämpft werden. Dazu gehört auch, dass es leichter werden muss, branchenspezifische Mindestlöhne und Branchentarifverträge für allgemeinverbindlich zu erklären. Ein flächendeckender Mindestlohn nicht unter 8,50 EUR soll vor Niedriglöhnen schützen.


Pressemitteilung 2013-71 vom 17.09.2013

Den ganzen Beitrag lesen auf: Grüne Sachsen News