Ohne gute Arbeit gibt es keine Gerechtigkeit

"Gute Arbeit" ist eine Frage der Gerechtigkeit. Dass Menschen nicht von ihrer Arbeit leben können, ist unerträglich.

Deshalb fordern wir GRÜNE die Einführung eines gesetzlichen, allgemeinen Mindestlohns von nicht unter 8,50 Euro. Wir wollen die Tarifautonomie und die betriebliche Mitbestimmung stärken. Zu unserer Vorstellung von „Guter Arbeit“ gehört das Prinzip „gleicher Lohn für gleiche Arbeit“. Wir GRÜNE fordern, dass LeiharbeiterInnen vom ersten Tag an Anspruch auf den gleichen Lohn und die gleichen Rechte wie die Stammbelegschaften haben. Damit kann der Missbrauch der Leiharbeit effektiv eingedämmt werden. In Deutschland gilt aber leider: Auch wenn sich die Wirtschaft gut entwickelt, haben die ArbeitnehmerInnen immer weniger davon. Knapp acht Millionen Deutsche haben keine existenzsichernden Einkommen mehr und rund 20 Prozent der Bevölkerung sind von Armut bedroht. Niedriglohn, Teilzeitbeschäftigung, Mini-Jobs, Leiharbeit, Befristungen und Werkverträge – der Arbeitsmarkt ist in besonderem Maße von der Zunahme prekärer Beschäftigungsverhältnisse geprägt.
Zu viele Sachsen können vom Lohn nicht leben
Das ist auch in Sachsen zu beobachten: 44 Prozent der sächsischen ArbeitnehmerInnen sind zu Niedriglöhnen beschäftigt. Selbst wenn man nur die ostdeutschen Länder zum Maßstab nimmt, arbeiten noch immer 23 Prozent der Beschäftigten in Sachsen unter der Niedriglohnschwelle! Für über 110.000 Sachsen reicht der Arbeitslohn nicht zum Leben, sie müssen ihr niedriges Erwerbseinkommen durch Arbeitslosengeld II und Nebenjobs aufstocken. Damit ist Altersarmut – besonders bei Frauen – vorprogrammiert!
Stabile Arbeitsbedingungen
Das so genannte „deutsche Jobwunder“, mit dem sich Bundeskanzlerin Angela Merkel zu schmücken pflegt, steht für den Ersatz von guter und auskömmlicher Arbeit durch unsichere Beschäftigung. Rekordzahlen der Erwerbsbeteiligung stehen Rekordzahlen in der Niedrigentlohnung, der Teilzeitbeschäftigung und der Leiharbeit gegenüber. Für die davon betroffenen Menschen hat ihr Arbeitsplatz seinen Charakter als Basis für einen stabilen Lebensplan verloren. Wir GRÜNE empfinden das als ungerecht und machen uns für sichere und auskömmliche Arbeitsplätze stark.
Es geht nicht nur um Geld
„Gute Arbeit“ darf zudem nicht krank machen. Wir GRÜNE werden die Anforderungen des gesetzlichen Arbeitsschutzes an Belastungen wie Flexibilitätsdruck, Informationsflut, dauerhafte Verfügbarkeit und Überlastung anpassen. Die Diskussion rund um das Thema „Gute Arbeit“ kommt in Fahrt. Gute Arbeit ist im Kern menschenwürdige Arbeit. Für die Durchsetzung dieses Anspruchs lohnt es sich, gemeinsam für starke GRÜNE im Bundestag zu kämpfen.
Petra Zais aus Chemnitz können Sie mit Ihrer Zweitstimme für GRÜNE in den Bundestag wählen.  

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