Energiewende geht nur ohne Braunkohle

Sie entscheiden, ob die Energiewende zum Erfolg geführt werden kann oder weiter von Schwarz-Gelb torpediert wird.   

Das Ziel der Energiewende ist eine klima- und umweltverträgliche, sichere, preiswerte und dezentrale Energieversorgung. Entgegen immer wieder gestreuter Zweifel wissen wir: Der globale Treibhauseffekt ist aufgrund der Verbrennung von Kohle, Öl und Gas menschengemacht. Wir spüren schon jetzt den Klimawandel durch Hitze- und Kältewellen oder Extremereignisse wie Stürme oder Hochwasser.  Um die Erwärmung der Erdatmosphäre bis 2100 auf 2°C zu begrenzen, müssen wir bis 2050 eine weltweite Energieversorgung ohne Kohlendioxidausstoß aufbauen. Die Braunkohleverstromung ist die klimaschädlichste Art der Stromerzeugung. Jede verbrannte Tonne Kohle belastet die Atmosphäre mit etwa einer Tonne CO2. Die Klimaschutzziele lassen sich nicht mit Braunkohlekraftwerken erreichen, erst recht seitdem die Einlagerung von CO2 (CCS) unter Tage politisch und wirtschaftlich gescheitert ist.    

Heimat wurde vernichtet   

In den vergangenen 80 Jahren haben die Braunkohlebagger die Heimat von 78.000 Menschen in 261 Orten in der Lausitz und bei Leipzig vernichtet. Bestanden früher kaum Alternativen zur Braunkohle, dient diese heute allein den Profitinteressen der Konzerne Vattenfall und MIBRAG. Nun sollen für den Tagebau Nochten II 1.600 Menschen aus sechs Dörfern vertrieben werden. Dabei reichen die genehmigten Tagebaue bis nach 2040! Wir lehnen neue Tagebaue entschieden ab. Ihre schädlichen Folgen kann jeder an steigenden Grundwasserspiegeln, langfristig gesperrten Landschaften oder aktuell der „braunen Spree“ besichtigen. Mit dem Aufbau einer vollständigen Strom- und Wärmeversorgung aus erneuerbaren Energien können wir bis 2030 aus der Braunkohle aussteigen.    

Strom aus Braunkohle ist zu teuer   

Es ist eine Legende, dass Braunkohle billig und erneuerbare Energien teuer seien. Allein in Sachsen wird Kohle mit etwa 56 Millionen Euro jährlich indirekt subventioniert. Die Umweltschäden werden vom Umweltbundesamt auf weitere 2,8 Milliarden Euro geschätzt. Tagebaue und Kohlekraftwerke sind auf Kosten von VerbraucherInnen und Mittelstand von der EEG-Umlage befreit. Aufgrund der technischen Fortschritte der flexibleren erneuerbaren Energien wird Kohleverstromung in zehn bis fünfzehn Jahren nicht mehr konkurrenzfähig sein. Genau dies ist der Grund, warum die großen Energiekonzerne sowie CDU und FDP jetzt den Ausbau der Erneuerbaren stoppen wollen. Gegen Energiearmut hilft aber kein Ausbaustopp für Wind- und Sonnenstrom, sondern ein bedarfsgerechter Hartz-VI-Satz und ein gesetzliches Verbot von Strom- und Gassperren. Stattdessen sollten von den Energieversorgern Vorkassezähler angebracht werden. So werden auch im Falle bestehender Energieschulden die Schwelle für den Energiebezug abgesenkt und zusätzliche Schulden verhindert.   

Johannes Lichdi können Sie mit Ihrer Zweitstimme für GRÜNE in den Bundestag wählen. Er kandidiert außerdem im Wahlkreis Meißen     

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