Was tun bei Körpergeruch?

Körpergeruch – ein Thema, welches häufig aus Scham von der Gesellschaft schnell unterbunden wird. Grundsätzlich sollte man aber vorab zwischen 2 Arten von Körpergeruch unterscheiden: dem natürlichen und dem krankhaften Körpergeruch. Im Folgenden werden nun beide Möglichkeiten näher beleuchtet und entsprechende Behandlungsmöglichkeiten aufgeführt.

Ohne schwitzen durchs Leben
Jede Person hat ihren individuellen Körpergeruch: Durch entsprechende Drüsen in der Haut werden – neben Schweiß – auch hormonell bedingte Duftstoffe an die Umwelt abgegeben. Normalerweise ist die Sekretion so gering, dass sie durch regelmäßige Körperpflege eingedämmt werden kann und somit keine negativen Eindrücke bei den Mitmenschen hinterlässt. Im Gegensatz dazu gibt es aber auch Menschen, bei denen diese Sekretion durch den Arzt als Überfunktion beschrieben wird – so wird trotz geringer körperlicher Aktivität vermehrt Schweißsekret abgesondert, was langfristig zu einem strengen (und in der Gesellschaft als abstoßend beschriebenen) Körpergeruch führt. Neben medikamentöser Therapie (je nach Schweregrad der Erkrankung), können einige Verhaltensweise im Alltag dazu beitragen, dass die Geruchsbildung etwas minimiert wird:

Grundsätzlich gilt bei einem krankhaften Körpergeruch, dass auch übermäßige Körperflege die Symptome nicht wesentlich minimiert. Das Gegenteil kann hingegen der Fall sein: Sollte sich eine Person dazu entscheiden, mehrfach am Tag zu duschen, kann genau dieses Verhalten dazu führen, dass durch die ständigen Temperaturunterschiede der Kreislauf stärker angeregt wird und somit die Schweißproduktion weiter zunimmt. Daher gilt: Die alltägliche Körperpflege beibehalten. Jedoch lässt sich die Geruchsbildung durch spezielle Kleidung etwas beeinflussen. So sollte man eher zu Baumwollkleidung greifen – diese ist atmungsaktiver als beispielsweise Polyester. Je nach Schweregrad der Erkrankung bietet es sich auch an, mehrfach am Tag die Kleidung zu wechseln (was auch für die betreffende Person als angenehm empfunden werden sollte). Zusätzlich kann man bei der Ernährung darauf achten, Lebensmittel, die vermehrt über die Haut ausgedünstet werden, zu vermeiden – hierzu zählt besonders Knoblauch.
Um in der Gesellschaft nicht direkt ausgegrenzt zu werden, sollte das Thema Körpergeruch – auch wenn es unangenehm ist – zumindest im Familien- und Freundeskreis thematisiert werden. Denn besonders bei krankhaftem Erscheinungsbild leiden die Betroffenen ohnehin sehr unter den Symptomen. Eine gesellschaftliche Ablehnung würde für den Einzelnen als doppelte Bestrafung angesehen werden…