Ausschreitungen im Asylbewerberheim in Chemnitz: GRÜNE sehen dringenden Handlungsbedarf

Chemnitz/Dresden. Über die Ausschreitungen im Asylbewerberheim in Chemnitz-Ebersdorf zeigt sich Volkmar Zschocke, Landesvorsitzender von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN in Sachsen, besorgt:

"Die schwierigen Zustände in der überfüllten Erstaufnahmeeinrichtung des Landes sind seit Langem bekannt. Obwohl sich seit Jahren abzeichnete, dass die Zahl der Flüchtlinge steigen wird, tut die Staatsregierung viel zu wenig,um die Unterbringungsbedingungen zu verbessern. Konflikte lassen sich in erster Linie durch bessere Lebensbedingungen vermeiden."

Die durchschnittliche Aufenthaltszeit in der Erstaufnahmeeinrichtung liegt zurzeit bei vier Monaten. Zschocke fordert, diese zu verkürzen:

"Die Bewohner leben zu lange in diesem Heim. Sie müssen schneller dezentral untergebracht werden. Gleichzeitig müssen wir die Anzahl der Erstaufnahmeplätze erhöhen. Eine einzige riesige Erstaufnahmestelle, die den Anforderungen nicht gerecht werden kann, ist dabei der falsche Weg. In unserem reichen Land kann es nicht sein, dass viele Flüchtlinge in Zelten untergebracht werden müssen, wie zeitweise geschehen."

Zschocke fordert, dass der Freistaat seiner Verantwortung gerecht wird:

"Sachsen muss den Kommunen unter die Arme zu greifen. Jedem Flüchtling muss eine kompetente Sozialberatung angeboten werden. Die Bewohner geraten aus der Fluchterfahrung in extrem enge Unterbringungsverhältnisse. Frauen, Männer und Familien werden nicht gemischt untergebracht. Eine psychosoziale Betreuung ist insbesondere für traumatisierte Flüchtlinge von entscheidender Bedeutung, wenn Konflikten wirksam vorgebeugt werden soll."

Pressemitteilung 2013-75 vom 26.09.2013

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