Welttierschutztag: Massentötung von Küken unterbinden

Dresden. Anlässlich des Welttierschutztages am 4. Oktober fordert Volkmar Zschocke, Landesvorsitzender von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN in Sachsen, dem Vorbild Nordrhein-Westfalens zu folgen und auch in Sachsen das massenhafte Töten männlicher frisch geschlüpfter Küken zu unterbinden:
"Tiere sind kein Abfall. Ich fordere Minister Kupfer auf, die Zahl der Tötungen sogenannter Eintagsküken in Sachsen öffentlich zu machen. Danach müssen sofort wirksame Maßnahmen ergriffen werden, die diese abscheuliche Praxis beenden."
Für die sogenannte Legehennenproduktion werden männliche Küken kurz nach dem Schlüpfen aussortiert, dann erstickt oder lebend in eine Art Häcksler geworfen und von rotierenden Messern getötet. Als Grund wird der fehlende wirtschaftliche Wert der Tiere für die Unternehmen angeführt. Bisher gibt es keine statistische Erfassung der Tötungen dieser Küken in Sachsen.
Zschocke vermutet jedoch, dass auch in Sachsen täglich viele lebensfähige Küken getötet werden:
"Im Freistaat steht nicht nur eine der größten Brütereien Europas, hier befinden sich auch viele Aufzuchtanlagen für Legehennen, die Küken einkaufen. Ich will wissen, wie viele Tiere der Tötung zum Opfer fallen. Der Freistaat muss die Veröffentlichung von Zahlen durch die verantwortlichen Betriebe erreichen. Profit darf kein Grund für die massenhafte und qualvolle Tötung fast aller männlicher Küken sein."
In Deutschland sterben nach Schätzungen ca. 50 Millionen Tiere pro Jahr auf diese Weise. Die Staatsanwaltschaft Münster hat darauf hingewiesen, dass diese Praxis tierschutzwidrig ist. Auf Grundlage dieser Rechtsauffassung plant das NRW-Verbraucherschutzministerium nun einen Erlass, der das Töten männlicher Eintagsküken unterbindet. Sachsens GRÜNE fordern das auch für den Freistaat.
Pressemitteilung 2013-78 vom 3. Oktober 2013

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