Die Hoffnung steckt im Apfel


Die Kirchgemeinde Burgstädt verkauft eine einmalige Apfelsorte – als Hoffnungsträgerin.

Catrin Just inmitten von »Hoffnungsbäumen«. Mit der Apfelsorte »Burgstädter Renette« möchte die Christin zur Bewahrung der Schöpfung beitragen und hat daraus ein Gemeindeprojekt entwickelt. (Foto: Wiegand Sturm)

Catrin Just inmitten von »Hoffnungsbäumen«. Mit der Apfelsorte »Burgstädter Renette« möchte die Christin zur Bewahrung der Schöpfung beitragen und hat daraus ein Gemeindeprojekt entwickelt. (Foto: Wiegand Sturm)

In Taura wächst seit vergangenem Jahr seltene Hoffnung. Eine vorher unbekannte Apfelsorte konnte vor dem Aussterben bewahrt werden und ist Grundlage für ein Gemeinde­projekt. Denn die »Burgstädter Renette« genannte Apfelsorte wurde siebenhundertfach auf kleine Bäumchen aufgepfropft, die nun als Hoffnungsbäume verbreitet werden sollen.

»Sie verkörpern die Bewahrung der Schöpfung«, sagt Catrin Just. Die 49-jährige Buchhalterin aus dem Burgstädter Ortsteil Herrenheide hatte die Idee zu dem »geistlich-ökologischen Projekt«, mit dem die scheinbar einmalige Sorte wiederbelebt und mit Hilfe der Kirchgemeinde großflächig verteilt werden soll.

Wenn es nach dem Willen von ­Catrin Just geht, dann sollen bis zum Reformationsjubiläum 2017 ­mindestens 500 dieser Bäume auf der Welt eingepflanzt sein. Im Gemeindeentwicklungstraining vor zwei Jahren hatte Catrin Just das Projekt eingebracht. Sie selbst hatte die Apfelgeschichte von einem Gärtner erfahren, dessen Großvater früher in ihrer Nachbarschaft in Herrenheide lebte. Auf seinem Land stand ein Apfelbaum, in dessen Krone ein Ast die unbekannte Apfelsorte trug.

Als 1975 der Baum gerodet wurde, rettete der Gärtner diesen Ast und veredelte einen Baum in seinem Garten in Jena mit der Apfelsorte. 2009 erzählte der Gärtner diese Geschichte bei einem Jubiläum in Herrenheide. Und Catrin Just ist seitdem gefesselt von diesen kleinen runden, süß-säuerlichen Früchten mit fester Schale.

Doch der Hoffnungsbaum ist nicht die einzige Idee von Catrin Just. »Gehalten wird der Baum von einem Stützkreuz«, erzählt Just und zeigt auf ein Holz-Modell. Die Symbolik stehe für den Schöpfer, der die Hoffnung der Menschen trägt.

Im nächsten Jahr möchte auch ­Catrin Just sich ein Bäumchen in ihren Garten pflanzen und zu den vielleicht zahlreichen Besitzern dieser Apfelsorte gehören. »Es gibt schon einige Vorbestellungen für die Bäume«, sagt sie. Über die Kirchgemeinde können sie bestellt und dann von der Baumschule Beer in Taura abgeholt werden. Der erste steht in der Burgstädter Kinderarche, wo die Hoffnung im Frühjahr nun immer weiße Blüten bekommt.

Mit ihrem Hoffnungsbaum-Projekt wird Catrin Just am 20. November auch beim Gemeindethementag zur Bewahrung der Schöpfung in Dresden vertreten sein – allerdings ohne einen echten Baum. Denn der würde sonst den Winter nicht überstehen.

Uwe Naumann

20. Oktober, 9.30 Uhr: »Apfel-Gottesdienst« auf dem Sportplatz Herreinheide.


http://www.hoffnungsbaum-burgstaedt.de/

Den ganzen Beitrag lesen auf: ⇒ DER SONNTAG [Sachsen]

Die Hoffnung steckt im Apfel


Die Kirchgemeinde Burgstädt verkauft eine einmalige Apfelsorte – als Hoffnungsträgerin.

Catrin Just inmitten von »Hoffnungsbäumen«. Mit der Apfelsorte »Burgstädter Renette« möchte die Christin zur Bewahrung der Schöpfung beitragen und hat daraus ein Gemeindeprojekt entwickelt. (Foto: Wiegand Sturm)

Catrin Just inmitten von »Hoffnungsbäumen«. Mit der Apfelsorte »Burgstädter Renette« möchte die Christin zur Bewahrung der Schöpfung beitragen und hat daraus ein Gemeindeprojekt entwickelt. (Foto: Wiegand Sturm)

In Taura wächst seit vergangenem Jahr seltene Hoffnung. Eine vorher unbekannte Apfelsorte konnte vor dem Aussterben bewahrt werden und ist Grundlage für ein Gemeinde­projekt. Denn die »Burgstädter Renette« genannte Apfelsorte wurde siebenhundertfach auf kleine Bäumchen aufgepfropft, die nun als Hoffnungsbäume verbreitet werden sollen.

»Sie verkörpern die Bewahrung der Schöpfung«, sagt Catrin Just. Die 49-jährige Buchhalterin aus dem Burgstädter Ortsteil Herrenheide hatte die Idee zu dem »geistlich-ökologischen Projekt«, mit dem die scheinbar einmalige Sorte wiederbelebt und mit Hilfe der Kirchgemeinde großflächig verteilt werden soll.

Wenn es nach dem Willen von ­Catrin Just geht, dann sollen bis zum Reformationsjubiläum 2017 ­mindestens 500 dieser Bäume auf der Welt eingepflanzt sein. Im Gemeindeentwicklungstraining vor zwei Jahren hatte Catrin Just das Projekt eingebracht. Sie selbst hatte die Apfelgeschichte von einem Gärtner erfahren, dessen Großvater früher in ihrer Nachbarschaft in Herrenheide lebte. Auf seinem Land stand ein Apfelbaum, in dessen Krone ein Ast die unbekannte Apfelsorte trug.

Als 1975 der Baum gerodet wurde, rettete der Gärtner diesen Ast und veredelte einen Baum in seinem Garten in Jena mit der Apfelsorte. 2009 erzählte der Gärtner diese Geschichte bei einem Jubiläum in Herrenheide. Und Catrin Just ist seitdem gefesselt von diesen kleinen runden, süß-säuerlichen Früchten mit fester Schale.

Doch der Hoffnungsbaum ist nicht die einzige Idee von Catrin Just. »Gehalten wird der Baum von einem Stützkreuz«, erzählt Just und zeigt auf ein Holz-Modell. Die Symbolik stehe für den Schöpfer, der die Hoffnung der Menschen trägt.

Im nächsten Jahr möchte auch ­Catrin Just sich ein Bäumchen in ihren Garten pflanzen und zu den vielleicht zahlreichen Besitzern dieser Apfelsorte gehören. »Es gibt schon einige Vorbestellungen für die Bäume«, sagt sie. Über die Kirchgemeinde können sie bestellt und dann von der Baumschule Beer in Taura abgeholt werden. Der erste steht in der Burgstädter Kinderarche, wo die Hoffnung im Frühjahr nun immer weiße Blüten bekommt.

Mit ihrem Hoffnungsbaum-Projekt wird Catrin Just am 20. November auch beim Gemeindethementag zur Bewahrung der Schöpfung in Dresden vertreten sein – allerdings ohne einen echten Baum. Denn der würde sonst den Winter nicht überstehen.

Uwe Naumann

20. Oktober, 9.30 Uhr: »Apfel-Gottesdienst« auf dem Sportplatz Herreinheide.


http://www.hoffnungsbaum-burgstaedt.de/

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Die Hoffnung steckt im Apfel


Die Kirchgemeinde Burgstädt verkauft eine einmalige Apfelsorte – als Hoffnungsträgerin.

Catrin Just inmitten von »Hoffnungsbäumen«. Mit der Apfelsorte »Burgstädter Renette« möchte die Christin zur Bewahrung der Schöpfung beitragen und hat daraus ein Gemeindeprojekt entwickelt. (Foto: Wiegand Sturm)

Catrin Just inmitten von »Hoffnungsbäumen«. Mit der Apfelsorte »Burgstädter Renette« möchte die Christin zur Bewahrung der Schöpfung beitragen und hat daraus ein Gemeindeprojekt entwickelt. (Foto: Wiegand Sturm)

In Taura wächst seit vergangenem Jahr seltene Hoffnung. Eine vorher unbekannte Apfelsorte konnte vor dem Aussterben bewahrt werden und ist Grundlage für ein Gemeinde­projekt. Denn die »Burgstädter Renette« genannte Apfelsorte wurde siebenhundertfach auf kleine Bäumchen aufgepfropft, die nun als Hoffnungsbäume verbreitet werden sollen.

»Sie verkörpern die Bewahrung der Schöpfung«, sagt Catrin Just. Die 49-jährige Buchhalterin aus dem Burgstädter Ortsteil Herrenheide hatte die Idee zu dem »geistlich-ökologischen Projekt«, mit dem die scheinbar einmalige Sorte wiederbelebt und mit Hilfe der Kirchgemeinde großflächig verteilt werden soll.

Wenn es nach dem Willen von ­Catrin Just geht, dann sollen bis zum Reformationsjubiläum 2017 ­mindestens 500 dieser Bäume auf der Welt eingepflanzt sein. Im Gemeindeentwicklungstraining vor zwei Jahren hatte Catrin Just das Projekt eingebracht. Sie selbst hatte die Apfelgeschichte von einem Gärtner erfahren, dessen Großvater früher in ihrer Nachbarschaft in Herrenheide lebte. Auf seinem Land stand ein Apfelbaum, in dessen Krone ein Ast die unbekannte Apfelsorte trug.

Als 1975 der Baum gerodet wurde, rettete der Gärtner diesen Ast und veredelte einen Baum in seinem Garten in Jena mit der Apfelsorte. 2009 erzählte der Gärtner diese Geschichte bei einem Jubiläum in Herrenheide. Und Catrin Just ist seitdem gefesselt von diesen kleinen runden, süß-säuerlichen Früchten mit fester Schale.

Doch der Hoffnungsbaum ist nicht die einzige Idee von Catrin Just. »Gehalten wird der Baum von einem Stützkreuz«, erzählt Just und zeigt auf ein Holz-Modell. Die Symbolik stehe für den Schöpfer, der die Hoffnung der Menschen trägt.

Im nächsten Jahr möchte auch ­Catrin Just sich ein Bäumchen in ihren Garten pflanzen und zu den vielleicht zahlreichen Besitzern dieser Apfelsorte gehören. »Es gibt schon einige Vorbestellungen für die Bäume«, sagt sie. Über die Kirchgemeinde können sie bestellt und dann von der Baumschule Beer in Taura abgeholt werden. Der erste steht in der Burgstädter Kinderarche, wo die Hoffnung im Frühjahr nun immer weiße Blüten bekommt.

Mit ihrem Hoffnungsbaum-Projekt wird Catrin Just am 20. November auch beim Gemeindethementag zur Bewahrung der Schöpfung in Dresden vertreten sein – allerdings ohne einen echten Baum. Denn der würde sonst den Winter nicht überstehen.

Uwe Naumann

20. Oktober, 9.30 Uhr: »Apfel-Gottesdienst« auf dem Sportplatz Herreinheide.


http://www.hoffnungsbaum-burgstaedt.de/

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