Der Taifun und die Buße

logoMan mag sich das gar nicht vorstellen: eine ganze Region verwüstet und nicht wieder zu erkennen. Städte nicht nur zerstört, sondern fast dem Erdboden gleich. Hunderttausende Menschen haben ihre Existenz verloren, zehntausende sogar das Leben. Der Taifun, der über die Philippinen gerast ist, hatte ein Ausmaß, das weltweit für Aufsehen gesorgt hat. Nun kann man nur hoffen, dass auch weltweite Hilfen einsetzen. Doch das ist nur die eine Seite des Dramas. Das Thema dahinter heißt auch hier wieder: Klimawandel. Zumindest sagen Fachleute, dass die zunehmende Erwärmung der Ozeane solche Wetter­unbilden begünstigt.

In Warschau treffen sich in diesen Tagen die Vertreter der Staaten zur Weltklimakonferenz. Seit 1992 tun sie das. Eine verbindliche Regelung, um dem Klimawandel zu begegnen, haben sie jedoch noch nicht zustande gebracht. Doch klare Ansagen und klare Ziele sind nötig.

Dazu müssten auch in Haushaltspläne reicher Länder wie Deutschland Gelder in Milliardenhöhe eingeplant werden – nicht nur für eine wirkliche Energiewende, sondern auch, um nach Situationen wie auf den Philippinen Hilfe zu leisten. Denn an solchen Katastrophen haben wir alle unseren Anteil. Da ist nicht nur Spendenbereitschaft gefragt, sondern Umdenken. Aber auch diese Appelle sind nicht neu.

Doch da Umdenken etwas mit Buße zu tun hat, ist es vielleicht ganz hilfreich, am Buß- und Bettag auch daran zu erinnern. Eingeführt wurden die Buß- und Bettage, um angesichts von Not und Gefahr zum Gebet aufzurufen.

Auch wenn der Taifun uns nicht direkt betrifft, haben doch auch wir Grund zur Umkehr, wenn es um den Klimawandel geht. Denn irgendwann werden auch wir dafür büßen müssen.

Christine Reuther

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