Anschläge gegen Tagebau-Kritiker in der Lausitz – GRÜNE fordern Positionierung der Staatsregierung

Dresden. Der Vorsitzende von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, Volkmar Zschocke, ist empört über die Anschlagserie gegen Tagebaukritiker in der Lausitz:

"Es ist inakzeptabel, wenn Briefkästen gesprengt, Plakate zerstört und Bürger in Angst und Schrecken versetzt werden."‘

In der letzten Woche hatte sich eine Anschlagserie fortgesetzt, bei der mehrfach Briefkästen gesprengt und Plakate gegen die Erweiterung des Lausitzer Braunkohletagebaus zerstört wurde.

"Wer sich für den Erhalt von Natur, Kulturlandschaft oder ein gesundes Wohnumfeld engagiert, wird in Sachsen schnell als gemeinwohlgefährdender Verhinderer diskreditiert und ist oft aggressivsten Beschimpfungen ausgesetzt. Wenn das vor Ort aufgeheizte Klima dann sogar zu Angriffen auf Leib und Leben führt, ist das erschreckend und nicht hinnehmbar", warnt Zschocke vor zunehmender Stimmung gegen engagierte Bürgerinnen und Bürger in Sachsen:
Zschocke sieht auch die Staatsregierung in der Pflicht, Grenzüberschreitungen als solche klar zu benennen und das demokratische Miteinander auch in der Lausitz zu schützen:

"Die Staatsregierung darf nicht schweigend zusehen. Sie ist in der Pflicht, sich schützend vor die Projektgegner zu stellen, ihre Argumente öffentlich zu würdigen und nicht einfach abzutun. Es darf nicht stehen bleiben, dass es zu gefährlich ist, sich gegen neue Tagebaue zu engagieren. Die Lausitz braucht das Engagement von Bürgerinnen und Bürger", erklärt der GRÜNEN-Landesvorsitzende.

Pressemitteilung 2013-95 vom 03.12.2013

Den ganzen Beitrag lesen auf: Grüne Sachsen News