Ein Treppenlift – Kosten und Nutzen im Vergleich

Für viele ältere Menschen ist die eingeschränkte Mobilität im Alter, gerade im Hinblick auf die Nutzung des Eigenheims, eine erhebliche Benachteiligung in der eigenen Wohnqualität. Um einen etwaigen Verkauf der Immobilie vorzubeugen bietet sich hier jedoch die Anschaffung eines Treppenlifts an. In der Studie der Zeitschrift „Treppenlift Rundschau“ unter dem Titel „Kosten-Nutzen-Relation im Treppenliftmarkt“ aus dem Jahr 2013 wird diese Thema eingehend beleuchtet.

Grundlagen der Studie
Die Studie wurde anhand der Befragung von 520 Treppenlift-Kunden erstellt und befasst sich mit den Themen Nutzung, Kosten und Zufriedenheit. Die Ergebnisse sind unter
http://www.treppenlift-rundschau.de/nachrichten/studie-kosten-nutzen-relation-im-treppenliftmarkt/ einsehbar.

Ergebnisse der Studie
Die Befragung ergab, dass 69,3 Prozent der Teilnehmer täglich auf ihren Treppenlift angewiesen sind. Hingegen teilten knapp 10% der Befragten mit, dass der eingebaute Lift bereits kurz nach dem Einbau nicht mehr genutzt wurde.

Die Gründe für die Nichtnutzung sind vielschichtig und reichen von dem Umzug in ein Alters- bzw. Pflegeheim aufgrund der Verschlechterung des körperlichen oder geistigen Zustands bis hin zum plötzlichen Todesfall kurz nach dem Treppenlifteinbau.

Im Falle der täglichen Nutzung des Treppenlifts wird dieser durchschnittlich 1.102 Tage genutzt, bevor dieser Außerbetrieb genommen wird. Geht man von einem durchschnittlichen Kaufpreis bei einem einstöckig verlaufenden Treppenlift in Höhe von 7.600 Euro aus, so ergibt sich ein täglicher Kostenfaktor von 6,89 Euro. Bei dem Durchschnittspreis ist jedoch zu beachten, dass eine pauschale Kostenhöhe des Treppenlifts nicht angegeben werden kann, da die Preise je nach Ausführung der Treppe und dem verwendeten Modell stark variieren.

Im Falle einer Außerbetriebnahme des Treppenlifts stellt sich für die Nutzer bzw. deren Angehörigen häufig die Frage, wie man mit dem nunmehr nicht mehr benötigten Gerät verfährt. Eine Möglichkeit wäre der Verkauf an private Interessenten. Diesen Schritt haben knapp 44% der Befragten in der Studie als den ihrigen ausgewiesen. Der Privatverkauf bietet die beste Möglichkeit den eigenen Preisvorstellungen gerecht zu werden, jedoch muss der Käufer beachten, dass unter Umständen die Herstellergarantie bereits erloschen ist und der Verkäufer keinerlei Garantiepflichten einräumt.

Die zweithäufigste Art der Veräußerung mit einem Prozentsatz von ca. 39% erfolgt laut Studie an einen Treppenlifthersteller, wobei hier knapp 2/3 der Befragten angaben, dass der Hersteller des Treppenlifts diesen per Rückkauf wieder erworben hat. Die restlichen 1/3 gaben an, den Lift an einen Drittanbieter verkauft zu haben.

Fazit
Für die Anschaffung eines Treppenlifts spricht vor allem die hohe Lebensqualität welche mit dem Verbleib in der eigenen Immobilie einhergeht. Jedoch muss man sich bewusst sein, dass mit der Außerbetriebnahme des Treppenlifts die eigentlichen Anschaffungskosten keineswegs voll wieder eingeholt werden können. Gerade die Einbaukosten sind ein Kostenfaktor die bei einem Wiederverkauf nicht ansetzbar sind. Eine Übersicht über Treppenlift Anbieter in Sachsen kann man sich beim Treppenlift Einkaufsführer verschaffen.