Günstiges Handwerksangebot entpuppte sich als Trickbetrug

Zeit: 09.04.2014, 09.00 Uhr
Ort: Dippoldiswalde, OT Obercarsdorf
Mit Beginn des Frühjahres versuchen erneut Trickbetrüger über vermeintlich günstige Handwerksleistungen Geld zu erlangen. Am Mittwoch sprachen zwei Männer in einer Firma an der Dorfstraße vor und boten an, für einen sehr geringen Preis Bohrer zu härten. Nachdem sie ihre Arbeiten erledigt hatten, verlangten sie mit 4.500 Euro einen viel höheren Preis. Sie hatten bei den Auftragsabsprachen verschwiegen, dass es sich bei dem günstigen Preis um den Zentimeterpreis handelte.
Als der Firmeninhaber daraufhin die Polizei verständigte, flüchteten die Männer. Sie waren in einem Volvo mit französischem Kennzeichen unterwegs. Ein ähnlicher Fall trug sich vergangene Woche in Oberhäslich zu. Drei Männer hatten einem Grundstücksbesitzer (72) angeboten, seine Dachrinnen zu erneuen. Entgegen dem Angebot über 180 Euro verlangten sie nach Fertigstellung plötzlich 1.200 Euro. Der 72-Jährige ging trotz Streits mit den Handwerkern nicht auf die Forderungen ein und zahlte nur den vereinbarten Betrag. Anschließend informierte er die Polizei. Die drei Männer waren mit einem weißen Kleintransporter unterwegs. Nur einer sprach etwas deutsch, untereinander unterhielten sie sich in einer slawischen Sprache. Die Tricks der vermeintlich günstigen Handwerker sind vielfältig. Gleich ist ihnen jedoch, dass die Leistungen zunächst zu einem überaus günstigen Preis angeboten werden. Nach Fertigstellung der zumeist minderwertigen Arbeiten erheben die Betrüger einen weitaus höheren Preis. So wird das Schleifen von Messern oder Scheren plötzlich nach Zentimetern abgerechnet. Auch das vermeintlich günstige Asphaltieren der Einfahrt stellt sich schnell als unqualifizierte Arbeit heraus. Die Polizei rät: – Seien Sie skeptisch bei unaufgeforderten Angeboten von Handwerkern! – Lassen Sie sich von einem überaus günstigen Preis und der prompten Erledigung nicht blenden! – Lassen Sie sich von den Betrügern nicht einschüchtern und verständigen Sie im Zweifel die Polizei!