Erhöhte Ausgaben der Deutschen für Einrichtungsgegenstände

Die Ausgaben der Deutschen haben im Jahr 2015 rund 1,6 Billionen Euro erreicht. Es wurde vor allem für Möbel und Haushaltsgeräte Geld ausgegeben. Das Gastgewerbe war ebenfalls attraktiv. Aufgrund der guten Konjunktur hat sich der Verbrauch von Waren und Gütern so enorm erhöht, wie zuletzt vor 15 Jahren.

Was Möbel und Heimtextilien angeht, haben die Deutschen nach Angaben des Marktforschungsinstituts Regio-Data im vergangenen Jahr pro Kopf knapp 580 Euro investiert. Nur die Schweizer und nach ihnen die Österreicher kauften europaweit noch mehr Möbel.

Kein Wunder, dass im Jahr 2015 der Umsatz der Möbelhersteller um ca. 5% im Vergleich zu 2014 gestiegen ist. Den größten Umsatzanstieg verzeichneten mit 6,1% die Küchenmöbel, bei Wohnmöbeln und sonstigen Möbeln waren es 4,3%. Diese Tendenz könnte auch dieses Jahr anhalten, die Zahlen aus dem ersten Halbjahr bestätigen bisher diese Prognose.

Auch der Außenhandel floriert. Die Importquote ist um 3,26% angestiegen. Zu den größten Importeuren gehört Italien. Im letzten Jahr wurden nach Deutschland alleine aus Italien Möbel im Wert von rund 1,1 Milliarden Euro importiert. Am besten gefallen den Deutschen die Küchen, aber auch stilvolle Gartenmöbel italienischer Herkunft.

Es wird aber nicht nur importiert, sondern auch exportiert. Bei den Küchenherstellern zum Beispiel macht sich auch 2016 ein deutliches Plus bemerkbar. Laut den vom Verband der Deutschen Möbelindustrie veröffentlichten Daten zog der Export im Vergleich zum ersten Halbjahr 2015 um fast 11% an. Das heißt, Küchenmöbel für knapp 900 Millionen Euro wurden ins Ausland exportiert, vor allem nach Frankreich, Holland, in die Schweiz, nach Österreich und Belgien.

Betrachtet man die Exportquote deutscher Möbel generell, wurden 2015 Möbel und Lampen im Wert von rund 17,45 Milliarden Euro exportiert. Am liebsten kaufen die Franzosen deutsches Mobiliar, jedoch im vergangenen Jahr nicht so sehr wie sonst. Der Export nach Frankreich erreichte 1,73 Milliarden Euro und verringerte sich somit um 1%.

Die Konsumfreudigkeit der Deutschen hängt mit den niedrigen Sparzinsen und mit dem niedrigen Anstieg der Verbraucherpreise zusammen. Außerdem hatte sich die Anzahl der Berufstätigen auf ein enormes Niveau von 43 Millionen erhöht. Für 2016 wird ein Anstieg des BIP in der Bundesrepublik Deutschland von mindestens 1,3% erwartet.